Peter Halley
Cells and Conduits (paintings, 1987-2002)

EL SOURDOG HEX e.V. zeigt vom 1. Mai bis 27. Juni 2009 Cells and Conduits (paintings, 1987-2002) von Peter Halley.

Peter Halley studierte Malerei und Kunstgeschichte in den siebziger Jahren an der Yale Universität in New Haven und an der Universität von New Orleans. Im Jahre 1978 absolvierte er das Master of Fine Arts Programm (Universität New Orleans). Danach folgte eine Lehrtätigkeit an der University of Southwest Louisiana in Lafayette sowie Reisen nach Mexiko, Zentral-Amerika, Europa und Nord-Afrika.

Anfang der achtziger Jahre kehrte Peter Halley zurück nach New York City. Hier setzte er sich mit den Themen der New-Wave-Musik und den sozialen Fragen in der amerikanischen Gesellschaft auseinander. Geometrische Konstruktionen durchziehen seine Bilder, die er in vielen Variationen darstellt: Strukturen von Gitter, Zellen und Mauern. Halley entwickelt eine Bildsprache, in der das Quadrat als "Zelle" eine signifikante Bedeutung erhält: Eine Formale für die Bildstruktur und eine symbolische in Bezug auf die soziale Umgebung. Die geometrischen Aufteilungen reflektieren z.B. die Infrastruktur einer amerikanischen urbanen Architektur.

Bereits 1980 erhält er in New York eine Einzel-Ausstellung (P.S.122, East Village). Peter Halleys Werke sind in zahlreichen Ausstellungen und Sammlungen in den USA und Europa vertreten. Er lebt in New York.

"Ich habe Abstraktion niemals wirklich verstehen können. Erst jetzt, da geometrische Kunst abgetan ist, kann sie beginnen, den Einsatz des Geometrischen zu beschreiben. Linearität wird Sprache."
(Peter Halley, Zitat in: Peter Halley, Nowhere/Elsewhere, Städtische Galerie Erlangen 1992)

"Sein Ausgangspunkt ist die Vorstellung von Geometrie als einer gesellschaftlichen Metapher. Die Elemente seiner Ikonographie sind rechteckige Zelleinheiten, die mit linearen Teilen verbunden sind, die die individuellen Organismen und Netzwerke moderner urbaner Existenz repräsentieren. Die Bilder sind Darstellungen der sozialen Landschaft, der Isolation und Abhängigkeiten, (...)"
(Quelle: staedtische-galerie-erlangen.de)

"Halleys Neubewertung der Abstraktion macht sich fest an Beobachtungen zur Gestalt der Stadt, die er als geometrische Maschine beschreibt (...) Die als dominant empfundene Ordnung geht für Halley einher mit dem Verlust des souveränen Menschen, der sich in ihn kontrollierenden Räumen eingeschlossen findet."
(Quelle: artnews.org)

Ausgewählte Literatur:
Galerie Bruno Bischofberger, Zürich, Peter Halley: Collected Essays 1981-1987
Kirk Varnedoe, Adam Gopnik, High & Low, München, 1990
Makiko Matake "Painting as Sociogram", S.50 in: Peter Halley, Maintain Speed,
Hrsg. Cory Reynolds, New York 2000
Robert Rosenblum, "Best of 2000: Peter Halley", in: ARTFORUM, December 2002, S. 114