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Michael Heizer Untitled (paintings and sculptures, 1972-1983) |
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EL SOURDOG HEX e.V. präsentiert vom 7. Juli bis zum 30. August 2008 Arbeiten des amerikanischen Künstlers Michael Heizer. Michael Heizer wurde 1944 in Berkeley, Kalifornien geboren und begleitete von klein auf seinen Vater bei archäologischen Expeditionen in Yucatán und Ägypten. Sein Großvater väterlicherseits war Direktor des größten Silberbergwerks in Nevada. Sein Großvater mütterlicherseits war Generaldirektor sämtlicher Bergwerke Kaliforniens. Die Landschaft war immer sein Ort und besonders die Wüstenlandschaft von Kalifornien und Nevada ist für ihn nicht exotisch, sondern familiär vertraut. Erde, Stein und Sand sind für Heizer Materialien, die sich ihm wie selbstverständlich als Arbeitsmaterialien anbieten. Er hatte nie vor, mit traditionellen Mitteln traditionelle Kunst zu machen, sondern war von allem Anfang an den Extremen interessiert. In den Jahren 1969/1970 hatte Heizer in der Wüste von Nevada, knapp 130 Kilometer von Las Vegas entfernt, sein Double Negative geschafften - eine Ausschachtung, zehn Meter breit, fünfzehn Meter tief und im ganzen, über das Tal hinweg, 450 Meter lang. Hierfür wurden 1969 etwa 40 000 Tonnen und 1970 etwa 200 000 Tonnen Sand und Felsbrocken verschoben. Negativ ist das Objekt, weil seine Form ohne Material ist, allein durch die Erdbewegung des Grabens und Aufschüttens entstanden. Heizer begann seine Ausbildung 1963 als 18jähriger am San Francisco Art Institute und arbeitete zunächst expressionistisch-figurativ. Nach einer ersten Serie mit expressionistischen Gemälden gestaltete er abstrakt-geometrisch. Im Jahre 1964 fertigte er seine erste abstrakt-geometrische Shaped Canvases in Autolack auf Sperrholz an. Auf die Frage, warum er 1965 von San Francisco nach New York zog beantwortete er: "To make art. I had heard that New York was the only place you could make it". In den späten sechziger Jahren begann Heizer seine Arbeit in der Landschaft. In der Wüste von Nevada legte er 1968 die "Nine Nevada Depressions" aus: Er schaufelte und formte eine Gruppe von rechteckigen, schleifenförmigen und sich überschneidenden Vertiefungen, Mulden und Verwerfungen, die über eine Distanz von 780 Kilometern verteilt oder wie Heizer sagt, verbunden waren. Die Arbeit existiert heute nicht mehr, sind ausgelöscht von Wind und Wetter. Im Jahre 1971 arbeitete Heizer wieder in den klassischen Gattungen Malerei, Skulptur, Zeichnung und Graphik. Während seine frühen Gemälde nahezu ausschließlich auf Rechtecken und Quadraten aufbauten, variierten die neueren vor allem Ovale und Kreise. Ebenso wie die früheren Arbeiten waren sie jedoch auf teils beschnittene, teils unbeschnittene Leinwände gemalt. Der objekthafte Charakter dieser Gemälde wird durch das shapen, die ungewöhnlichen Formen und den Farbauftrag besonders hervorgehoben. Die Farbmaterie, die Heizer per Roller schnell auf das Bild auftrug, schließt manchmal den Untergrund vollständig ab. Manchmal scheint aber auch der Untergrund durch. Immer sind es die Farben der Wüste: dunkelocker, violett, olivgrün, rostbraun, bleigrau. Ab 1976 schuf Heizer Skulpturen aus Holz unter anderem Mahagoni, Palisander, Eben- und Nussholz. Sie folgten alle demselben Muster, indem sie aus sieben oder acht Teilen einer auseinander gesägten kreisförmigen Scheibe bestanden. Die Teile konnten längs oder quer, entlang dem Durchmesser, dem Radius oder einer Sehne des ursprünglichen Kreises abgetrennt worden sein. Ihr Aufbau folgt keinem festen Schema: Wer die Skulpturen installiert, kann zwischen einem mehr oder minder zufälligen Arrangement oder einer strengen Gliederung wählen. Nach und nach gab Heizer seine Kontextbezogenheit auf und schuf autonome Arbeiten. So äußerte er sich 1977: "I don't think of myself as an artist who is running around expressing himself. I feel I am performing a function for society. I think my work is important".
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