Morris Louis · Kenneth Noland
Colourfield Painting   (paintings, 1954-63)

EL SOURDOG HEX e.V. i.Gr. präsentiert seit 12. März bis 28. April 2007 ausgewählte Arbeiten der Künstler Morris Louis (1912 Baltimore, Maryland - 1962 Washington D.C.) und Kenneth Noland (1924 Asheville, North Carolina) der letzten Generation der New York School, bekannt unter Colorfield Painting (Farbfeld-Malerei). Clement Greenberg (1909 New York - 1994 New York), US-amerikanischer Kunstkritiker verwendete den Terminus Colorfield Painting erstmals in seinem in der "Partisan Review" erschienenen Aufsatz "Malerei auf Amerikanisch", in dem er unter anderem auf die Malweise von Künstlern wie B. Newman, A. Reinhardt und M. Rothko einging. Diese Strömung wurde vor allem von amerikanischen Künstlern vertreten, war aber auch in Europa präsent. Zu den Initiatoren des Colorfield Painting zählt Helen Frankenthaler (1928 New York).

Beeinflusst von Frankenthalers Methode des "soak-stain-technique" (Malweise, bei der auf die ungrundierte, auf dem Boden ausgebreitete Leinwand dünnflüssige Farbe gegossen wird) experimentierten beide Künstler mit stark verdünnter Acrylfarbe, die von der ungrundierten Leinwand aufgesogen wird.

Ein durch den Künstler ausgeführter Farbauftrag ist nicht mehr auszumachen, die Farbe ist eins mit der Leinwand geworden.

"Morris Louis ist zwar ein Maler der Farbe, aber seine Bilder haben aufgrund ihres Formats ein besonderes Verhältnis zu ihrer Umgebung. Die unendliche Fläche dieser Bilder wird erst richtig fassbar, wenn sie vom real umgebenden Raum begrenzt wird: Die Wände, die Decke und der Boden helfen in der Tat, den Bildern den richtigen Maßstab zu geben und den Betrachter ins Zentrum des Bildes zu versetzen", befindet Serge Lemoine in einem Aufsatz "Eine Wiederbegegnung mit Morris Louis"/Paris 1996 "Der gelenkte Zufall des Verrinnens der Farbe einkalkuliert".

Kenneth Noland geht es um die geometrische Abstraktion, um die Frage nach dem Zentrum und der Peripherie, nach der Tiefe und der Oberfläche eines Bildes. Noland setzte das Verfahren "soak-stain-technique" in sein Werk um, wobei er überwiegend einfache symmetrische Farbfigurationen von der Kreisform, V-Form, X-Form hin zum horizontalen Streifenmuster verwendet mit dem Ziel, Farbe zu artikulieren, sie direkt zu vermitteln, ohne sie durch eine prägende Form zu beeinflussen. Farbe und Bild verschmelzen bei ihm zu einer Einheit.

Ausstellung:
12. März bis 28. April 2007
Montag bis Samstag 11 bis 18 Uhr
Eintritt frei