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EL SOURDOG HEX e.V. zeigt vom 9. März bis zum 25. April 2009 "Dithyrambische Malerei" (1967 - 71) von Markus Lüpertz.
Von 1956 bis 1961 studierte Markus Lüpertz an der Werkkunstschule Krefeld und danach an der Kunstakademie Düsseldorf. Mit 21 Jahren
zieht er 1962 nach West-Berlin und gründete 1964 zusammen mit Bernd Koberling und Karl Horst Hödicke die Selbsthilfegalerie
"Großgörschen 35".
Lüpertz begann, entgegen allen zeitgenössisch-abstrakten Trends Bilder mit einem Gegenstandsbezug zu malen. Es entstehen expressive
Bilder, die Lüpertz als "Dithyrambische Malerei" tituliert. Im Jahre 1968 veröffentlicht er das Manifest:
"Die Anmut des 20. Jahrhunderts wird durch die von mir erfundene Dithyrambe sichtbar gemacht."
Großformatige Bilder zeichnen sein künstlerisches Schaffen aus: Einfache Motive verfremdet er durch eine extreme Nahsicht, formale
Reduktion und der Serie. Im Jahre 1986 wird er an die Kunstakademie Düsseldorf als Professor berufen, die er seit 1988 als Rektor leitet.
"1966 kreierte er für seine betont expressiv gemalten Bilder den Begriff der Dithyrambischen Malerei nach einem altgriechischen Kultlied
auf den Fruchtbarkeitsgott Dionysos (Dithyrambe) und bezeichnete bis 1976 seine Bilder mit dem Zusatz dithyrambisch."
(in: Lexikon der Kunst)
"(...) 1975 erschien sein erster Gedichtband, 1982 entwarf er sein erstes Bühnenbild zur Oper Vincent am Stadttheater in Kassel.
Ab 1976 war er Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. (...)" (in: kunstmarkt.de)
"Dann geht mir Orange bis Rostrot nicht aus dem Kopf
Orange bis Rostrot
Treibt mich
Feuerbach
Orange bis Rostrot
Zu Grau ein wenig Blau
Dann verzicht ich locker auf Ocker"
(Gedicht aus dem Band: Narziß und Echo, Texte - Reden - Gedichte 1961-2004 von Markus Lüpertz, Hrsg. Gohr, Siegfried, Verlag Kleinheinrich MMVII, S. 27)
Markus Lüpertz zählt zu den wichtigsten deutschen Gegenwartskünstlern.
Er lebt und arbeitet in Berlin und Düsseldorf.
Ausgewählte Literatur:
Gallwitz, Klaus: Markus Lüpertz - Eine Festschrift - Bilder, Gouachen und Zeichnungen 1967-1973, Staatliche Kunsthalle, Baden-Baden 1973
Gohr, Siegfried: Markus Lüpertz, Gemälde und Handzeichnungen 1964-1979, Josef-Haubrich-Kunsthalle, Köln 1980
Gohr, Siegfried (Hg.): Narziß und Echo, Texte - Reden - Gedichte 1961-2004 von Markus Lüpertz, Münster 2008, Verlag Kleinheinrich MMVII, S. 27
Hofmann, Werner; Holsten, Siegmar: Markus Lüpertz, Hamburger Kunsthalle, Hamburg 1977
Kneubühler, Theo; Gachnang, Johannes; Schmidt, Marianne: Markus Lüpertz . Dithyrambische und Stil-Malerei, Kunsthalle Bern 1977
Lexikon der Kunst, Verlag Dörfler, 2006, S. 336
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