Lowell Nesbitt
Landscapes and Cityscapes   (grey paintings, 1965-71)

Der private Kunstverein EL SOURDOG HEX e.V. präsentiert vom 5. Mai bis zum 28. Juni 2008 Arbeiten des amerikanischen Künstlers Lowell Nesbitt (*1933 in Baltimore, gestorben 1993 in New York). Die Ausstellung trägt den Namen: Landscapes and Cityscapes (grey paintings) aus den Jahren 1965 bis 1971.

Der amerikanische Künstler Lowell Nesbitt verbrachte sein Studium von 1950 bis 1955 an der Tyler School of Fine Art in Philadelphia und anschließend ein weiteres Jahr am Royal College of Art in London.

Von 1956 bis 1963 lebte er in Washington, wo er zeitweilig am Baltimore Museum of Art Unterricht erteilte.

Im Jahre 1963 siedelte Nesbitt nach New York um. Mit dem Beginn seines Aufenthaltes in New York festigte sich sein künstlerisches Selbstverständnis und sein ästhetisches Konzept.
Der rasche künstlerische Durchbruch Lowell Nesbitts zeigte sich von 1963 an in mehreren jährlich stattfindenden Einzelausstellungen in den USA. 1969 wurden seine Arbeiten erstmals in Deutschland (Galerie Thelen, Jöllenbeck, Essen) und 1971 in London gezeigt. Seit dieser Zeit folgten weitere Ausstellungen in Europa.

Die Malerei von Lowell Nesbitt hat ihren stilistischen Ursprung in der realistischen amerikanischen Malerei der 50er Jahre. Mit Hilfe der Fotografie werden von ihm zunächst die Motive, in enger Zusammenarbeit mit Fotografen, festgehalten. Grundlage seines Arbeitens ist stets das Foto, das von ihm nicht kopiert, sondern, oft erst nach längerer Zeit malerisch umgesetzt wird. Nesbitt darf als ein Vorläufer des Fotorealismus bezeichnet werden.

In seinen Bildern und Zeichnungen treten bestimmte Themen und Motive selten einzeln und einmalig, sondern meistens immer wieder und in Serien auf: Blumen, Tiere, Architektur, Gegenstände aus dem privaten Bereich wie Kleider und Schuhe, Landschaften, Stillleben. Strenger Bildaufbau und oftmals ins Surrealistische tendierende Verfremdung zeichnet seine Bilder aus, die vorwiegend in blassen, düsteren und kühlen Farben gehalten sind.

Die Auswahl der Bilder in der jetzigen Ausstellung wurde auf Nesbitts frühe Arbeiten beschränkt.

(Quelle: Lowell Nesbitt, Rosewith Braig, Berlin, 1982)

Ausstellung:
5. Mai – 28. Juni 2008
Dienstag bis Samstag, 11 – 18 Uhr
Eintritt frei