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Gianni Piacentino Homage to Wright Brothers (quadri e sculture, 1965-73) |
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Der private Kunstverein EL SOURDOG HEX e.V. präsentiert vom 10. November 2008 bis zum 27. Dezember 2008 Arbeiten des italienischen Künstlers Gianni Piacentino (* 1945 in Coazze, Turin). Gianni Piacentino lebt und arbeitet in Turin (Italien). Seine Arbeiten wurden seit 1966 europaweit in zahlreichen öffentlichen Ausstellungen gezeigt, unter anderem im Palais des Beaux-Arts in Brüssel, im Centro de Arte Reina Sofia in Madrid und im Palazzo delle Esposizioni in Rom. Piacentino nahm 1977 an der documenta 6 in Kassel teil und stellte 1993 bei der XLV Biennale in Venedig aus.
"Der italienische Bildhauer Gianni Piacentino hat seine Wurzeln in der Arte Povera, der sich aber ab Ende der 60er
als Schöpfer eleganter minimalistischer Gemälde und Skulpturen hervortat. Auf diesem Wege begann
er, seine Begeisterung für den Motorradsport - er fuhr Rennen in Beiwagenmaschinen und gestaltete
Motorrad-Spezialanfertigungen - in seine künstlerische Arbeit zu integrieren. So entstanden die Rennauto- und
Flugzeugdarstellungen, die zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit schwingen und schwanken."
"Als ein Künstler, der auf eine 36-jährige Karriere und mehr als 80 Einzel- und Gruppenausstellungen
zurückblicken kann, ist Gianni Piacentino trotz seiner Präsenz weitgehend unbekannt geblieben. Seine
Arbeiten widersetzen sich einer Einordnung und fordern die Fehlinterpretation praktisch heraus - eine Tatsache, die
möglicherweise zum Teil seine Vernachlässigung erklärt. Piacentinos Weigerung, sich den vorherrschenden
Kunstströmungen anzupassen, führte ihn oftmals an künstlerische Fragestellungen heran, die die Masse
noch nicht entdeckt hat - und er beschäftigte sich intensiv und ausdauernd mit ihnen, selbst wenn sich die Masse
schon neuen Aspekten zugewandt hatte."
"Die italienischen Futuristen feierten die Geschwindigkeit, den Aufstand und den Hechtsprung ins Morgen und
verkündeten, dass ein Rennwagen schöner als die Nike von Samothrake sei. Für den Turiner Bildhauer
Gianni Piacentino scheint die Wahl zwischen einem Ferrari und klassischem Marmor nicht so einfach zu sein. Die
vollendete Geschmeidigkeit und formale Schlichtheit eines vorbeirasenden Automobils findet durchaus eine Entsprechung
in einer verwitterten und abgegriffenen Steinfigur. Beide Einflüsse greift Piacentino in seinen länglichen,
an Autos, Flugzeuge und Motorräder erinnernden Objekten auf, die sich der unmittelbaren Wahrnehmung entziehen,
um sich umso hartnäckiger im Gedächtnis festzusetzen. Wie ein Rad, das sich ab dem Erreichen einer
bestimmten Drehgeschwindigkeit nicht zu bewegen scheint, so erreicht auch Piacentino mit seinen Skulpturen diesen
Moment, in dem die Wahrnehmung die Grenzen zwischen Bewegung und Stillstand, zwischen Dynamik und
Unveränderlichkeit fließend werden lässt - und der Zukunftsrausch in Nostalgie umkippt."
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