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Jason Rhoades Multiples (sculptures, 1993-98) |
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EL SOURDOG HEX e.V. zeigt vom 9. Juli bis zum 1. September 2007 Arbeiten von Jason Rhoades Jason Rhoades repräsentierte keine bekannte Welt, weil er nach verdeckten, nicht sichtbaren Strukturen forschte. Mittendrin und sich darin ausbreitend. Er benutzte die Welt, jonglierte mit ihr, liebte sie, kritisierte sie. Immer mit größter Aufmerksamkeit, mit fundiertem Wissen und Respekt. Er interpretierte die Welt, indem er sie sezierte, ihr metaphorische Ebenen hinzufügte und sie in neue assoziative Zusammenhänge bindete. Aus dem Schrott der Popkultur entwickelte Rhoades eine Poesie des Derben. Jason Rhoades war kein Universalist im eigentlichen Sinn, sondern in umgekehrter Reihenfolge: Er strebte nicht die Verallgemeinerung der Welt an, er war fasziniert von der bereits verallgemeinerten Vorstellung. Er nahm sie auf, spiegelte sie wider, er brach sie in eine Fülle von Einzelheiten auf. Nie fällte er eine große Entscheidung, sondern vollzog immer in vielen kleinen Schritten eine Annäherung an die Welt, befand Eva Meyer-Hermann 1998 in Nürnberg zur Ausstellung The Purple Penis and the Venus (Kunsthalle Nürnberg, 1998) und zum Werk Jason Rhoades. Er war ein Aufklärer, Prototyp des Garagenbastlers - ein Philosoph. Alles was er künstlerisch äußerte, wurde zur Aussage über die Welt. Seine Werke formen das unüberschaubar große, flirrende Bild der Welt. Wirklichkeit und Fiktion werden ununterscheidbar. Jason Rhoades strapazierte allein schon durch die Größe seiner Arbeit die Grenzen des Kunstbetriebs. “Er war ein großer Utopiker, einer, der das von den postmodernen Sophisten ausgerufene Ende der großen Entwürfe nicht akzeptieren wollte. Er erfand neue Baumaterialien, zum Beispiel den PreRoeFoam, ein Gemenge aus Erbsen, Lachseiern und Styropor, und in den Hamburger Deichtorhallen baute er 1999 ein Werk, das ‘The Perfect World’ hieß und die mit Abstand monströseste Skulptur der neuen Kunstgeschichte war”, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung 2006 anlässlich seines frühen Todes.
Jason Rhoades sagte Ende der neunziger Jahre:
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