Stefan Wewerka
H+D Türen, Eckstühle, Abendmahl

EL SOURDOG HEX zeigt vom 7. Mai bis zum 30. Juni 2007 ausgewählte Arbeiten von Stefan Wewerka (*1928, Magdeburg).

Stefan Wewerkas Arbeiten umfassen ein halbes Jahrhundert und nahezu alle künstlerischen Medien und Ausdrucksformen. Bekannt geworden ist Wewerka in den frühen 60er Jahren als Objektkünstler. Er ist Architekt, Designer, Modemacher, Aktionskünstler, Filmemacher, Graphiker und Maler. Geplant und gebaut hat er in den 50er und 60er Jahren, ehe "er ernüchtert von den technokratischen Mechanismen der Baubürokratie, den Planungsbüros den Rücken kehrte." Er hat Bücher konzipiert, Schmuck hergestellt, Möbel kreiert, Bilder gemalt und Skizzen entworfen. Wewerka beschäftigte sich mit Stuhl-Skulpturen und Verfremdungen von Alltagsgegenständen. "Bereits in der objektskulpturalen Phase der zerschnittenen, verzerrten, überdehnten oder verbogenen Alltagsgegenstände stand immer die Skizze und Zeichnung gleichberechtigt neben dem Produkt, als Vorstudie oder Variante oder aber als freie Arbeit auf dem Papier (…)" . Volker Fischer, Fläche und Raum - Die denkende Hand, Stuttgart, London 1998.

"Losgelassen hat ihn die Architektur nie: Intensiv hat er Architektur gezeichnet mit Hilfe künstlerischen Techniken collagiert und verfremdet. Das architektonische Denken ist ihm ein Grundbaustein seiner Arbeit geblieben. Lebendig wird die Baukunst vielmehr im Kaleidoskop seines Gesamtwerkes, dessen architektonisch-städtebauliche Aspekte sich immer wieder neu formieren und formulieren, in konkreten Bauaufgaben wie in freien Projekten und einer Vielzahl beiläufiger Ideen (…). Sein Werk ist sprunghaft und insistierend, spontan und konsequent. Architektur und Innenarchitektur, Design und Skulptur, Graphik und Malerei überlagern und bedingen sich, aus ihrer wechselseitigen Erhellung entwickeln sich seine Gestaltungen," schreiben Andrea Gleiniger und Volker Fischer in "Weltbilder und Bilderwelten des Stefan Wewerka". Bei Wewerkas Kunst verbindet sich das Moment der Ironie mit perfekter Eleganz, befindet das Du-Mont-Kunstlexikon. Er selber bezeichnet sich als Dauerprozeßler (FAZ-Magazin, 1986). Wewerka stammt aus einer traditionellen Künstlerfamilie. Die böhmische Künstlerfamilie soll nach der Familientradition bis ins 16./17. Jahrhundert zurückreichen. Sie arbeiteten als Keramiker und Steinmetze.

Ausstellung:
7. Mai bis 30. Juni 2007
Montag bis Samstag, 11 bis 18 Uhr
Eintritt frei